SC Grand-Ouvert 75 Hamburg
   
 
  Skat Gericht -4-

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=> Skat Gericht -4-



 
Das Skat-Gericht: Fall Nr. 091
Der Alleinspieler sitzt bei einem Herz-Spiel nach dem 8. Stich in Vorhand. Er überlegt lange, welche Karte er zum 9. Stich ausspielen soll. Vorhand führt Kreuz-Bube und Herz-8. Mittelhand hat noch Karo-König und Karo-9. In Hinterhand befinden sich Herz-Ass und Herz-9. Die Überlegungen von Vorhand dauern Hinterhand zu lange. Sie zeigt ihre beiden Trumpfkarten und erklärt gleichzeitig: „Ich mache noch einen Trumpfstich“. Der Alleinspieler verlangt nun wegen Kartenverrat beide Reststiche. Hinterhand stellt fest, dass die Gegenspieler bereits 49 Augen haben und mit seinem Herz-Ass auf 60 Augen kommen. Der Alleinspieler reklamiert, dass Hinterhand mit dem Vorzeigen seiner Karten nicht gleichzeitig auf diesen Umstand hingewiesen hat.                                                                                                                                                          


 
Urteil:

Der Alleinspieler hat sein Herz-Spiel verloren.

Der Gegenspieler hat mit dem Vorzeigen seiner Karten eine Spielabkürzung vorgenommen und erklärt, dass er noch einen Stich (mit dem Trumpf-Ass) erhält. Wenn die Gegenspieler mit dem Trumpf-Ass auf 60 (oder mehr) Augen kommen, ohne dass der zweite Gegenspieler Augen dazugeben muss, hat der Alleinspieler sein Spiel verloren. Der Spielverlust hätte sich auch bei regulärem Weiterspielen so ergeben.

Anders wäre zu entscheiden, wenn die Gegenpartei zu diesem Zeitpunkt nur 48 (oder weniger) Augen liegen hat und zum Spielgewinn noch eine Bild- oder volle Karte des zweiten Gegenspielers benötigt. In diesem Fall wäre das Vorzeigen der Karten als unberechtigter Eingriff in das laufende Spiel zum Nachteil des Alleinspielers (Kartenverrat) zu werten und der Alleinspieler hätte sein Spiel gewonnen.

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 092

Der Alleinspieler spielt ein Pik-Spiel. Die Gegenspieler haben im Laufe des Spiels bereits 56 Augen erhalten. Der Alleinspieler spielt den Pik-Buben aus, der von Mittelhand mit dem Kreuz-Buben übernommen wird. Hinterhand schmiert Karo-10 und erklärt sofort, dass sie nicht bedient hat. Der Alleinspieler beansprucht diesen und alle Reststiche wegen Nichtbedienens für sich. Mittelhand ist jedoch der Meinung, dass der Alleinspieler bereits zum Zeitpunkt des Regelverstoßes verloren hat, da die Gegenspieler zu diesem Zeitpunkt 60 Augen hatten.                                                                                                                                                           

 Urteil:

Der Alleinspieler hat sein Spiel gewonnen.

Nach ISkO 4.4.1 besteht ein Stich aus je einer Karte von Vorhand, Mittelhand und Hinterhand. Er ist vollendet, sobald die dritte Karte auf dem Tisch liegt.

Hat jemand nach ISkO 4.2.3 eine ausgespielte Farbe oder geforderten Trumpf nicht bedient, obwohl es möglich war, gilt das als falsches Bedienen. In diesem Fall ist das Spiel sofort beendet.

Im vorliegenden Fall hat Hinterhand nicht bedient. Das Spiel ist damit beendet. Es gelten für die schuldige Partei die bis dahin eingebrachten Stiche und Augen. Da die Gegenspieler in ihren Stichen erst 56 Augen haben, hat der Alleinspieler sein Spiel gewonnen. Dabei ist es völlig unerheblich, dass die Gegenspieler mit dem von Mittelhand zugegebenen Kreuz-Buben auf 60 Augen gekommen wären. Nur wenn dieser Stich ordnungsgemäß abgeschlossen worden wäre, hätte er für die Gegenpartei gezählt.

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 093

 Der Alleinspieler spielt ein einfaches Herz-Spiel. Nach 5 Stichen ist das Spiel noch nicht entschieden. Der Alleinspieler legt - ohne eine Bemerkung abzugeben - seine restlichen 5 Karten offen auf den Tisch. Beide Gegenspieler legen daraufhin ebenfalls ihre Karten offen auf den Tisch. Der Kartengeber reklamiert sofort, da einer der Gegenspieler noch einen Trumpf führt, mit dem er in jedem Fall noch einen Stich bekommen hätte. Der Kartengeber ist der Meinung, dass der Alleinspieler durch das Auflegen seiner Karten ohne Abgabe einer einschränkenden Erklärung alle Reststiche machen muss. Da er aber im vorliegenden Fall einen Stich abgeben würde, sei das Spiel für den Alleinspieler verloren.                                                                                                                                                          

 Urteil:

Der Alleinspieler hat sein Spiel gewonnen.

 

Der Alleinspieler hat eine nach ISkO 4.3.4 erlaubte Spielabkürzung vorgenommen. Mit dem Vorzeigen seiner Karten ohne Abgabe einer zutreffenden Erklärung hat er sich verpflichtet, alle weiteren Stiche zu erhalten. Wenn der Gegenspieler, der noch einen Stich erhält, seine Karten wegwirft und seinen Stich nicht beansprucht, hat er die Bedingungen des Alleinspielers (alle weiteren Stiche zu erhalten) akzeptiert und auf seinen Stich, der in diesem Fall zum Spielverlust für den Alleinspielers geführt hätte, verzichtet. Wenn der zweite Gegenspieler oder der Kartengeber den Fehler bemerken ist das unerheblich, weil der betroffene Gegenspieler seinen Stich selbst anmelden muss. In diesem Fall greift die gemeinsame Haftung der Gegenpartei (ISkO 4.3.3 ). Eine Reklamation der anderen Gegenspieler ist nicht mehr zulässig. Anders wäre zu entscheiden, wenn der betroffene Gegenspieler seine Karten in der Hand behält oder mit dem Vorzeigen seiner Karten anmerkt, dass er noch einen Stich erhält. In diesem Fall wäre das Spiel auch dann für den Alleinspieler verloren, wenn der zweite Gegenspieler seine Karten offen weggeworfen hätte. Die gemeinsame Haftung der Gegenpartei kommt nicht zum tragen, weil der Alleinspieler mit dem Vorzeigen seiner Karten das offene Wegwerfen der Karten des Gegenspielers, der keinen Stich mehr erhalten kann, herbeigeführt (bzw. provoziert) hat.

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 094

 Der Alleinspieler spielt mit einer Spitze bei gereizten 20 Karo-Hand. Im 6. Stich bedient ein Gegenspieler nicht die ausgespielte Farbe. Er wirft deshalb seine restlichen Karten mit der Bemerkung: „Ich habe nicht bedient“ offen auf den Tisch. Der Alleinspieler entgegnet daraufhin: „Ist nicht tragisch, Ihr habt bereits 60 Augen und ich habe mein Spiel verloren“. Beim Nachzählen der Augen stellt sich jedoch heraus, dass sich der Alleinspieler offenbar verzählt hat, denn die Gegenpartei hatte nach dem 5. Stich erst 59 Augen. Jetzt will der Alleinspieler sein Spiel gewonnen haben. Ein Gegenspieler besteht jedoch auf Spielverlust für den Alleinspieler, da dieser das Spiel aufgegeben hat und es damit als verloren zu werten ist.                                                                                                                                                          

 Urteil:

Nach ISkO 5.2.2 hat der Alleinspieler sein Spiel mit dem 61. Auge einschließlich der beiden Karten im Skat einfach gewonnen.

Im vorliegenden Fall hatte die Gegenpartei zum Zeitpunkt des Regelverstoßes erst 59 Augen. Die Reststiche standen dem Alleinspieler zu, der damit 61 Augen erreichen hat. Die Aussage des Alleinspielers: „Ihr habt bereits 60 Augen und ich habe mein Spiel verloren“ ist zu diesem Zeitpunkt unerheblich. Nachdem das Spiel durch den Regelverstoß beendet war, konnte es nicht mehr durch den Alleinspieler aufgegeben werden. Der Alleinspieler hat „61“ Augen erreicht und sein Spiel damit gewonnen.

Mit dem Erreichen des 61. Auges ist jedes Farb- und Grandspiel für den Alleinspieler gewonnen, es sei denn, er ist zur Erringung einer höheren Gewinnstufe verpflichtet. Wie bei einem Rennen mit dem Zerreißen des Zielbandes der Sieg unwiderruflich feststeht, so ist es auch hier mit dem 61. Auge für den Alleinspieler.                                                                                                                                                         

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 095

Der Alleinspieler spielte einen Grand. Das Spiel war nach seiner Auffassung nicht verlierbar. Nach dem ersten Stich, es war schon zum 2. Stich aufgespielt, wird der Alleinspieler gebeten, noch einmal den letzten Stich zu zeigen. Dabei hat er (versehentlich) seinen Skat (oder eine Karte davon) mit aufgedeckt. Die Gegenspieler verlangten Spielverlust für den Alleinspieler. Der eingesetzte Schiedsrichter hat auf weiterspielen entschieden. Mit dieser Entscheidung war der Alleinspieler auch einverstanden, hat aber darauf bestanden, dass die Mitspieler nach ISkO 4.5.2 (Fadenscheiniges Recht) verwarnt werden. Dies wollte der Schiedsrichter nicht vornehmen und hat einen zweiten Schiedsrichter an den Tisch gerufen. Dieser hat dann auf Spielverlust für den Alleinspieler entschieden. Aufgrund dieser Entscheidung hat der Alleinspieler abgebrochen und den Veranstaltungsort verlassen.

 Urteil:

Der Alleinspieler dreht den gezeigten Stich und den Skat (oder eine Karte des Skats) wieder um und das Spiel wird ordnungsgemäß weiter durchgeführt und entsprechend seines Ausganges gewertet.

Alle Bestimmungen der ISkO und die Entscheidungen des ISkG richten sich nach dem Verursacherprinzip. In dem o.g. Fall ist der Alleinspieler Ausführender und nicht Verursacher. Verursacher ist der Spieler der Gegenpartei, der das Vorzeigen des letzten Stiches, ist lt. ISkO 4.4.3 sein gutes Recht, verlangt hat. Diesem Verlangen muss der Hereinnehmende (in diesem Fall der Alleinspieler) in jedem Fall nachkommen. Der Alleinspieler selbst hatte keine Möglichkeit mehr, den letzten Stich einzusehen, da er bereits zum zweiten Stich ausgespielt hatte. Ohne die Aufforderung des Gegenspielers wäre der Alleinspieler nicht zum Ausführenden geworden und diese Situation nicht entstanden.

Dass dem Alleinspieler bei dem Vorzeigen des ersten (letzten) Stiches das Missgeschick passiert ist, in dem er eine (oder beide) Karten des Skats mit aufgedeckt hat, ist nicht als Vorsatz zu bewerten. Nach der obigen Schilderung ist bei dem Alleinspieler nicht die Absicht zu erkennen, dass er den Skat nochmals einsehen wollte. Durch das Sichtbarwerden des Skats (oder einer Karte davon) ist dem Alleinspieler ein Nach- und den Gegenspielern ein Vorteil entstanden, da sie jetzt eine (oder beide) gedrückten Karten des Alleinspielers kennen.

Aus den o.g. Gründen ist das ISkG der Meinung, dass die Bestimmung ISkO 3.4.8 hier nicht angewendet werden kann. Der Alleinspieler ist als Ausführender und die Gegenpartei als Verursacher zu sehen. Der vorgezeigte Stich und der Skat werden wieder abgelegt und das Spiel wird weiter durchgeführt und entsprechend seines Ausganges gewertet.

Anders wäre zu entscheiden, wenn der Alleinspieler selbst (vor dem Ausspiel zum zweiten Stich) den umgedrehten Stich nochmals ansieht und dabei den Skat (oder einen Teil davon) mit aufdeckt. In diesem Fall wäre der Alleinspieler selbst verantwortlich und er müsste die daraus entstehenden Konsequenzen (Spielverlust) tragen.

Da die Gegenspieler nicht wussten, wie sie mit der entstandenen Situation umgehen sollten, war es ihr gutes Recht, einen Schiedsrichter zu rufen, der zu entscheiden hatte, ob ein Regelverstoß begangen wurde oder nicht. Erst die massive Forderung des Alleinspielers, die Gegenspieler nach ISkO 4.5.2 zu verwarnen, machte es möglich, dass ein zweiter Schiedsrichter an den Tisch gerufen wurde. Dieser sollte lediglich entscheiden, ob eine Verwarnung gegen die Gegenspieler ausgesprochen wird oder nicht. Dass dieser dann eigenmächtig die Entscheidung des ersten Schiedsrichters aufgehoben und eine eigene Entscheidung getroffen hat, ist nicht im Sinne von ISkO 4.5.10 . Wenn der zweite Schiedsrichter nicht mit der Entscheidung seines Vorgängers einverstanden war, hätte er (genau wie jeder andere Teilnehmer der Veranstaltung) das Recht gehabt, gegen diese Entscheidung Einspruch einzulegen. Dieser Einspruch wäre dann vom Schiedsgericht behandelt und entschieden worden. In keinem Fall war der zweite Schiedsrichter berechtigt, die Entscheidung des ersten Schiedsrichters aufzuheben.

Da diese Situation (durch den Alleinspieler verursacht) aber entstanden ist, hatte auch der Alleinspieler die Möglichkeit und das Recht, gegen die Entscheidung (des zweiten Schiedsrichters) Einspruch einzulegen. Dieser Einspruch wäre dann vom Schiedsgericht behandelt und entschieden worden. In keinem Fall hatte der Alleinspieler das Recht, die Veranstaltung wegen einer angeblich gegen ihn getroffenen Fehlentscheidung abzubrechen und zu verlassen. Da sich der betroffene Spieler im Besitz eines gültigen Schiedsrichterausweises befindet, sollte man in Erwägung ziehen, entsprechende Maßnahmen (LV und Schiri-Obmann) gegen ihn einzuleiten. Mit seinem Verhalten verstößt der Alleinspieler massiv gegen die Schiedsrichterordnung. Nach dieser sollte er die Entscheidung eines Schiedsrichters akzeptieren und sich jederzeit vorbildlich verhalten.

Bedenklich erscheint, dass der Alleinspieler verlangt, die Gegenspieler wegen Unsportlichkeit und Fadenscheinigkeit zu verwarnen, er selbst ist aber nicht bereit ist, sich fair und sportlich zu verhalten.

 

 

Das Deutsche Skatgericht

skatgericht@dskv.de

 

 

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 096

Erst beim dritten Spiel wird festgestellt, dass die ersten beiden Spiele mit 31 Karten durchgeführt wurden. Die Karo-7 ist nachweisbar in der Kartenhülle verblieben. Wie sind die ersten beiden Spiele zu werten?

 Urteil:

Alle Spiele, die mit 31 Karten durchgeführt wurden, sind ungültig und müssen mit einem vollständigen Blatt wiederholt werden.

Die Skatkarte besteht aus 32 Einzelblättern in vier Farben zu je acht Karten. Ist diese Voraussetzung nicht erfüllt, können die Karten folglich nicht ordnungsgemäß verteilt werden. Ein gültiges Spiel kann aber nur zu Stande kommen, wenn die Karten ordnungsgemäß gegeben wurden (ISkO 3.2.16). Man bedenke nur, zu welchen irregulären Spielergebnissen es kommen könnte, wenn anstelle der relativ bedeutungslosen Karo-7 z.B. der Kreuz-Bube in der Kartenhülle verblieben wäre!

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 097

Beim ersten Spiel einer Serie spielt Mittelhand mit der an den Tisch gegebenen neuen Karte einen Grand ohne vieren. Nach dem vierten Stich erklärt er, 64 Augen zu haben, wirft die restlichen Karten auf den Tisch und zählt den Gegenspielern die im Skat und in seinen Stichen enthaltenen Augen vor. Beim zweiten Spiel bemerkt der Kartengeber nach mehrmaligem Geben, dass
das Kartenspiel 33 Karten enthält, weil der Pik-König doppelt erscheint. Ist das erste Spiel, der Grand ohne vieren von Mittelhand, gültig oder ungültig?

 Urteil:

Das mit 33 Karten durchgeführte erste Spiel der Serie ist ungültig.
Die Skatkarte entsprach nicht den Voraussetzungen der oben genannten Bestimmung der ISkO. In dem geschilderten Fall konnten die Karten nicht ordnungsgemäß verteilt sein, da das Kartenspiel unzulässigerweise aus 33 Karten bestand. So konnte auch kein ordnungsgemäßes Spiel zu Stande kommen. Das erste Spiel der Serie ist deshalb ungültig. Der Spieler auf Platz 1 muss mit einem kompletten Kartenspiel zum ersten Spiel noch einmal geben.

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 098

Bei einem Grand-Hand hat der Alleinspieler die Pik-7 und -8 als die beiden letzten Karten. Da nur noch Pik-Ass und -10 ausstehen, wirft er beide Karten offen auf den Tisch, weil er glaubt, keinen Stich mehr zu bekommen. Pik-Ass und -10 liegen aber im Skat. Jetzt beansprucht der Alleinspieler auch noch die beiden letzten Stiche für sich. Wem gehören diese Stiche?

 Urteil:

Die Stiche 9 und 10 gehören den Gegenspielern.

Zweifellos hat der Alleinspieler Pik-7 und -8 hingeworfen, weil er der Meinung war, keinen Stich mehr zu bekommen. Damit war das Spiel für ihn mit den von ihm bis dahin eingebrachten Augen (einschließlich der 21 Augen im Skat) beendet. Nach Einsicht in die Kartenverteilung und in den Skat können nachträglich keinerlei rückwirkende oder die Spielaufgabe aufhebende Ansprüche geltend gemacht werden.

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 099

Die Karten wurden ordnungsgemäß gegeben. Während Mittelhand dem Spieler in Vorhand 20 bietet, fallen Hinterhand für alle Spieler am Tisch sichtbar einige Karten offen auf den Tisch. Die Spieler einigen sich darauf, dass derselbe Kartengeber die Karten neu verteilt. Ist das gestattet?

 Urteil:

Da die Karten ordnungsgemäß verteilt wurden, durfte der gleiche Kartengeber in keinem Fall neu geben.

Nach ISkO 3.2.16 muss nach ordnungsgemäßem Geben ein gültiges Spiel zu Stande kommen. In dem geschilderten Fall hätte deshalb nicht neu gegeben werden dürfen. Vielmehr sind Vorhand und Mittelhand nicht mehr an ihr bisheriges Gebot gebunden. Das Reizen beginnt von vorn. Der Spieler, der den höchsten Wert geboten oder gehalten hat, wird Alleinspieler. Ist das Vorhand oder Mittelhand, nimmt der Betreffende dabei billigend in Kauf, dass ein Gegenspieler einige Karten des anderen Gegenspielers gesehen hat. Das gilt auch für den Fall, dass Hinterhand Alleinspieler wird und beide Gegenspieler einige Karten des Alleinspielers kennen.

Das Spiel wird normal durchgeführt und seinem Ausgang entsprechend gewertet. Wollen alle drei Spieler nicht reizen, da einige Karten von Hinterhand zu sehen waren, muss eingepasst werden.

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 100

Der Alleinspieler in Vorhand spielt einen Grand. Er hat Pik- und Karo-Bube. Er sieht eine Möglichkeit zum Spielgewinn nur dann, wenn jeder Gegenspieler einen Buben hat und zieht deshalb den Pik-Buben. Da Mittelhand beide Buben hat, gibt der Alleinspieler sofort sein Spiel auf. Geht das? Er gibt nach dem ersten Stichsein Spiel als verloren, um dem drohenden Schneider zu entgehen. Die Gegenpartei will das Spiel fortsetzen. Kann sie darauf bestehen, dass das Spiel durchgeführt wird?

 Urteil:

Der Alleinspieler darf das Spiel nach dem ersten Stich für verloren erklären.

Nach der oben angeführten Bestimmung der ISkO darf der Alleinspieler sein angesagtes Spiel sofort oder nach dem ersten Stich für verloren erklären. Es wird ihm dann nur in der Stufe einfach (nicht Schneider oder Schwarz) abgeschrieben. Dieser Spielaufgabe können sich die Gegenspieler nicht widersetzen, selbst wenn sie gute Aussichten haben, beim Weiterspiel eine höhere Gewinnstufe (Schneider oder Schwarz) zu erreichen. Erst vom zweiten Stich an darf der Alleinspieler das Spiel nur mit Zustimmung der Gegenpartei aufgeben (ISkO 4.3.2).

In dem geschilderten Fall sind dem Alleinspieler, für einen verlorenen Grand ohne einen, 96 Minuspunkte abzuschreiben.

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 101

Der Alleinspieler hat mit Kreuz -7, -8, -9; Karo -8, -9, -10, -Bube, -Dame, -König und -Ass einen unverlierbaren Null ouvert, weil er die Karo-7 und eine weitere Karte in den Skat gelegt hat. Nachdem der Gegenspieler in Vorhand zum ersten Stich ausgespielt hat, deckt der Alleinspieler den Skat auf und zeigt die von ihm gelegte Karo-7. Die Gegenspieler erklären jetzt das Spiel für den Alleinspieler als verloren, weil dieser nach dem Ausspielen von Vorhand den Skat angesehen habe. Hat der Alleinspieler sein Spiel gewonnen oder verloren?

 Urteil:

Der Alleinspieler hat sein Spiel gewonnen.

Zwar führt das nochmalige Ansehen des Skats nach der Spielansage zum Spielverlust. In dem geschilderten Sonderfall kann diese Bestimmung der ISkO aber nicht angewendet werden.

Der Alleinspieler hat einen unverlierbaren Null ouvert. Die Gegenspieler können das allerdings nicht erkennen, weil er in Karo die Sieben seiner langen Farbe gedrückt hat. Durch das Aufdecken des Skats wollte der Alleinspieler nicht die beiden gedrückten Karten noch einmal ansehen, sondern lediglich das Spiel in zulässiger Weise abkürzen. Daraus kann für ihn aber kein Spielverlust abgeleitet werden. Mit ihrer Forderung haben die Gegenspieler ein fadenscheiniges Recht gesucht, um ein für den Alleinspieler unverlierbares Spiel noch zu ihren Gunsten zu entscheiden.

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 102

Der Alleinspieler zieht übereilt einen unvollendeten Stich ein und spielt zum nächsten Stich aus, bevor der dritte Spieler eine Karte zugeben konnte. Hat er damit sein Spiel verloren? Darauf wirft der andere Gegenspieler in Vorhand seine Karten offen auf den Tisch und erklärt das Spiel für den Alleinspieler als verloren, obwohl dieser mit der höchsten Karte übernommen hatte und der dritte Spieler die Farbe bedienen musste.

 Urteil:

Der Alleinspieler hat sein Spiel gewonnen.

Das Einziehen eines nicht kompletten Stiches und das Ausspielen zum nächsten Stich, bevor die dritte Karte zugegeben wurde. begründet nicht automatisch den Spielverlust für den voreilig Ausspielenden. Ein Spielverlust tritt nur dann ein, wenn durch die fehlende Karte ein anderer Spieler den Stich macht. Dann ist das Spiel wegen unberechtigten Ausspielens zu Gunsten der anderen Partei beendet. In dem geschilderten Fall muss der unvollendete Stich noch einmal aufgedeckt und die fehlende dritte Karte beigelegt werden. Da sich durch diese Karte die Besitzverhältnisse des Stiches nicht geändert haben, bleibt das voreilige Ausspielen ohne Folgen. Dadurch, dass einer der Gegenspieler seine restlichen Karten offen auf den Tisch geworfen hat, gehören die restlichen Stiche dem Alleinspieler, der sein Spiel damit gewonnen hat.

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 103

Der Alleinspieler tauft sein Spiel »Kreuz«. Als er feststellt, dass er am Ausspielen ist, erhöht er auf »Grand«. Die beiden Karten des Skats wurden nicht verändert. Ist die Spielerhöhung zulässig?

 Urteil:

Eine Spielerhöhung ist nicht zulässig. Der Alleinspieler muss das zuerst angesagte Farbspiel (Kreuz) durchführen.

Bei der Spielansage »Kreuz« handelt es sich um eine gültige Spielansage, die nach ISkO 3.4.7 unabänderlich und nicht mehr korrigierbar ist. Auch die Erhöhung eines bereits angesagten Spiels ist seit 1974 nicht mehr erlaubt. In dem genannten Fall muss der Alleinspieler das zuerst angesagte Farbspiel (Kreuz) durchführen.

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 104

Mittelhand reizt in der zahlenmäßigen Reihenfolge von 18 bis 36 und bietet dann 38, die Vorhand noch hält. Mittelhand bietet jetzt 40, worauf Vorhand passt. Nun reklamiert Hinterhand. Er behauptet, Vorhand dürfe noch nicht passen, da das Gebot von 38 dem Reizwert 40 entspreche. Ist der Einwand von Hinterhand berechtigt?

 Urteil:

Die Reklamation ist berechtigt. Da Vorhand 38 gehalten hat, darf sie bei 40 nicht passen.

Es ist eine bekannte Tatsache, dass das Reizen nicht immer nach den Spielwerten erfolgt. Das Reizen von Zwischenstufen ist nicht erlaubt, da diese Reizweise immer wieder Anlass zu Missverständnissen bzw. Auseinandersetzungen gibt und gerade deshalb unbedingt unterlassen werden muss (ISkO 3.3.2 ).

In dem geschilderten Fall reizt Mittelhand 38. Da es im Skat keinen Spielwert von 38 gibt, hat Mittelhand damit automatisch den nächsten Spielwert, also 40, gereizt und Vorhand diesen Wert gehalten. Das Bieten und Halten eines Reizwertes sind nach ISkO 3.3.8 unwiderruflich. Mittelhand hat mit den gebotenen 40 nur die von Vorhand bereits gehaltenen 38 (Zwischenwert) wiederholt, also kein höheres Gebot abgegeben. Vorhand muss deshalb auch die gebotenen 40 halten und darf nicht passen. Wenn Mittelhand und danach auch Hinterhand passen, wird Vorhand nach ISkO 3.3.5 mit gehaltenen 40 der Alleinspieler.

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 105

Der Alleinspieler hat Kreuz ohne fünf gereizt und das Spiel bei gereizten 50 bekommen. Er nimmt den Skat auf und findet Pik-Bube. Da der Alleinspieler jetzt nicht mehr gewinnen kann, lässt er es auf »Herz« abschreiben. Die Gegenspieler sind damit nicht einverstanden. Sie wollen ihm 144 Minuspunkte (Grand ohne einen, Schneider, verloren) berechnen. Welche Punktzahl muss dem Alleinspieler abgeschrieben werden?

  Urteil:

Dem Alleinspieler sind 100 Minuspunkte abzuschreiben.

Der Alleinspieler hat bei einer Reizhöhe von 50 den Pik-Buben gefunden und sich dadurch überreizt. Da er bei seinem beabsichtigten Spiel selbst mit der für ihn höchstmöglichen Gewinnstufe den Reizwert nicht mehr erreichen kann, darf er ein Spiel ansagen, das dem gebotenen Reizwert entspricht und aufgeben. In solchen Fällen ist der Alleinspieler berechtigt, sich den für ihn günstigsten errechenbaren Wert auszusuchen. Im vorliegenden Fall ist das ein Herzspiel, das mit 50, verloren 100, abzuschreiben ist. Dabei ist es unerheblich, wie viele Trümpfe der Alleinspieler in dem angesagten Spiel führt. Um eine Kontrolle zu ermöglichen, ist in die Spielliste «Herz, ohne 1, überreizt» einzutragen.

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 106

Der Gegenspieler in Vorhand zählt plötzlich die erreichten Augen laut mit, so dass sein Partner in Hinterhand genau wusste, was er zugeben musste, um 60 Augen zu erreichen. Daraufhin protestiert der Alleinspieler in Mittelhand. Er legt die Karten auf den Tisch und verlangt, dass ihm das Spiel als gewonnen gutgeschrieben wird.

 Urteil:

Der Alleinspieler hat sein Spiel gewonnen.

Vorhand hat eindeutig gegen die obige Bestimmung der ISkO verstoßen. Zählt einer der Gegenspieler vor einer Spielentscheidung laut mit, verschafft er seiner Partei einen ungerechtfertigten Vorteil, der unbedingt mit Spielgewinn für den Alleinspieler geahndet werden muss. Außerdem kann der schuldige Spieler verwarnt und im Wiederholungsfall vom Weiterspiel ausgeschlossen werden.

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 107

Der Alleinspieler reizt Kreuz ohne vieren und erhält das Spiel bei 50. Er nimmt den Skat auf und findet den Kreuz-Buben. Er spielt Grand und hofft auf eine günstige Kartenverteilung, um die Gegenpartei Schneider zu spielen. Durch die für ihn ungünstige Kartenverteilung wird er selbst Schneider. Die Gegenspieler haben bei der Berechnung des Spiels deshalb die Gewinnstufe Schwarz dazugerechnet. Der Alleinspieler war damit nicht einverstanden. Wie ist das Spiel zu berechnen?

  Urteil:

Das Spiel ist wie folgt zu berechnen: Grand mit einem, Spiel 2, Schneider 3 = 72, verloren 144 Minuspunkte, die dem Alleinspieler abzuschreiben sind bzw. deren Gegenwert er seinen Spielpartnern zu zahlen hat.

Die Berechnung des Spiels ergibt sich aus der oben angeführten Bestimmung der ISkO. Das Spiel kann nur mit der Gewinnstufe Schneider abgeschrieben werden (siehe ISkO 3.2.5). Da die Gegenpartei nicht alle 10 Stiche bekommen hat (ISkO 5.2.4), kann die Gewinnstufe Schwarz auch nicht berechnet werden.

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 108

Der Alleinspieler sagt nach beendetem Reizen Null ouvert-Hand an und legt seine Karten regelgerecht auf den Tisch. Da man am Dreiertisch spielt und nicht genau weiß, wer am Ausspielen ist, wird in der Spielliste nachgesehen. Dabei ergibt sich, dass der Alleinspieler in Vorhand sitzt. Zum Zeichen des Ausspielens schiebt er eine Karte in die Tischmitte. Jetzt bemerkt der Listenführer, dass er das letzte Spiel noch nicht eingetragen hat und zwar mit der Folge, dass der Alleinspieler nicht in Vorhand ist. Die Gegenspieler verlangen daraufhin Verlust des Spiels wegen unberechtigten Ausspielens. Das Spiel selbst war unverlierbar.

 Urteil:

Der Alleinspieler hat seinen Null ouvert-Hand gewonnen.

Die Ausspielberechtigung darf immer durch Befragen der Mitspieler oder durch Nachsehen in der Spielliste festgestellt werden. Falsche Auskünfte oder unvollständiger letzter Stand in der Spielliste führen bei daraus resultierendem unberechtigtem Ausspielen nicht zum Spielverlust. Sonst könnte es vorkommen, dass durch bewusste Falschinformation versucht wird, billig zu Punkten für verlorene Spiele zu kommen. Solche Versuche werden durch eine Entscheidung im Sinne der oben angeführten Bestimmung der ISkO unterbunden. Diese Entscheidung gilt für Dreiertische und Vierertische gleichermaßen.

Im vorliegenden Fall hat der Alleinspieler seinen Null ouvert-Hand gewonnen.

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 109

Der Alleinspieler nimmt den Skat auf, drückt ordnungsgemäß zwei Karten und sagt Grand an, zu dem er den Kreuz-Buben, Pik-Buben und Karo-Buben führt. Er legt seine Karten auf mit der Bemerkung: »Ihr seid Schneider, es ist höchstens ein Stich drin, wenn der Kreuz-König zu dritt sitzt. « Die Gegenspieler wollen dem Alleinspieler den Grand als verloren abschreiben mit der Begründung, es sei nicht zulässig, die Karten bei einem Grand aufzulegen.

 Urteil:

Der Alleinspieler hat seinen Grand gewonnen.

Der Alleinspieler ist durchaus berechtigt, auch bei einem Farbspiel oder Grand seine Karten offen auf den Tisch zu legen, denn die Gegenspieler haben dadurch nur einen Vorteil. Er muss allerdings ansagen, ob und wie viel Stiche er abgeben will. Ohne Abgabe einer zutreffenden Erklärung zeigt er an, dass er alle Stiche macht. Gelingt ihm das nicht, hat er sein Spiel verloren.

In dem geschilderten Fall hat der Alleinspieler Grand mit zweien mit Schneider gewonnen, falls der Kreuz-König zu dritt steht. Sitzen die restlichen drei Blätter in Kreuz nicht in einer Hand, hat er das Spiel mit Schwarz gewonnen.

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 110

Mittelhand wird bei gereizten 44 der Alleinspieler und findet so gut im Skat, dass er einen unverlierbaren Null ouvert spielen kann.

Nach der Spielansage legt er kommentarlos alle 12 Karten offen auf den Tisch. Die Gegenspieler verlangen wegen des unterlassenen Drückens sofortigen Spielverlust für den Alleinspieler.

 Urteil:

Der Alleinspieler hat sein Spiel verloren.

Nach der Bestimmung der ISkO 2.2.2 müssen bei Spielen mit Skataufnahme zwei Karten gedrückt werden. Gibt der Alleinspieler allerdings eine einschränkende Erklärung ab, aus der hervorgeht, dass er das Drücken der richtigen Kartenzahl nicht vergessen

hat, kann er seinen Null ouvert auch mit 11 oder 12 Karten ansagen bzw. auflegen.

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 111

Hinterhand erhält bei gereizten 40 das Spiel. Er nimmt den Skat auf und findet zum Null ouvert so gut, dass er alle 12 Karten offen auf den Tisch legt. Es ist eindeutig erkennbar, dass er keinen Stich bekommt. Bevor er jedoch drücken oder sein Spiel mit einer einschränkenden Erklärung ansagen kann, verlangt einer der Gegenspieler, dass der Alleinspieler verloren hat weil er vor der Spielansage seine Karten aufgelegt hat.

 Urteil:

Das Spiel beginnt mit der Spielansage.

 

Daher kann der Alleinspieler nach dem Drücken oder einer einschränkenden Erklärung seinen Null ouvert ansagen. Das Spiel wird durchgeführt und entsprechend seinem Ausgang gewertet.

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 112

Vorderhand spielt Null ouvert. Er legt seine Karten ordnungsgemäß auf und spielt aus. Der Gegenspieler in Mittelhand sagt: “Geht nicht”. Sein Partner in Hinterhand verlangt aber die Durchführung des Spiels.

 Urteil:

Der Alleinspieler hat sein Spiel gewonnen, da mit der Spielaufgabe von Mittelhand das Spiel beendet ist.

Der Gegenspieler in Hinterhand kann nicht verlangen, dass das Spiel durchgeführt wird. Gemäß ISkO 3.5.2 ist jeder einzelne der Gegenspieler gleichermaßen am Erfolg und Misserfolg der Gegenspieler beteiligt. Es haften demnach auch alle gemeinsam für die Folge von Regelverstößen im Gegenspiel oder bei Spielaufgabe.

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 113

Am Dreiertisch spielt der Alleinspieler unberechtigt aus. Kann er die Karte zurücknehmen oder ist das Spiel verloren?  

 Urteil:

Die Karte darf nicht zurückgenommen werden. Der Alleinspieler hat das Spiel in der Stufe einfach verloren (nicht Schneider oder Schwarz).

Gemäß ISkO 4.1.4 beendet unberechtigtes Ausspielen das Spiel.

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 114

Wann ist ein Stich vollendet?      

 Urteil:

Ein Stich besteht aus je einer Karte von Vorderhand, Mittelhand und Hinterhand. Er ist vollendet, sobald die 3. Karte auf dem Tisch liegt, siehe auch ISkO 4.4.1

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 115

Der Alleinspieler in HH spielt Kreuz. VH eröffnet mit Karo-Ass, MH bedient mit Karo 7. Der Alleinspieler, der kein Karo hat, “sticht” mit Pik Dame, zieht den Stich ein und spielt danach zum nächsten Stich aus. Nach Beendigung des Spiels, die Karten sind noch ordnungs- gemäß abgelegt, sagt der Kartengeber zum AS: “Du hast den 1. Stich mit der Pik Dame gestochen, obwohl Kreuz Trumpf war und danach unberechtigt ausgespielt”. Der Alleinspieler schaut sich den 1. Stich an und bestätigt die Aussage des Kartengebers. Die Gegenspieler, die 45 Augen bekommen haben, reklamieren jetzt auf Spielverlust für den Alleinspieler.

 Urteil:

Der Alleinspieler hat sein Spiel gewonnen, da der Regelverstoß (unberechtigtes Ausspiel zum 2.Stich) zu spät reklamiert wurde.

Gemäß ISkO 4.1.7 muss auf rechtmäßiges Ausspielen erkannt werden, wenn das unberechtigte Ausspielen erst bemerkt wird, nachdem der Stich vollendet ist (s. a. ISkO 4.4.1)

 In oben genannten Fall muss der Alleinspieler lediglich den unberechtigt eingezogenen 1. Stich der Gegenpartei aushändigen. Mit diesem Stich erreichen die Gegenspieler 59 Augen.

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 116

Alleinspieler in Mittelhand spielt unberechtigt aus. Nach Beendigung des vom Alleinspieler gewonnenen Spiels beanstanden die Gegenspieler das unberechtigte Ausspielen und beanspruchen Spielgewinn.

 Urteil:

Der Alleinspieler hat sein Spiel gewonnen, weil die Reklamation der Gegenspieler zu spät kam.

 Wird unberechtigtes Ausspielen erst gerügt nachdem der Stich vollendet ist (ISkO 4.4.1) muss auf rechtmäßiges Ausspielen erkannt und das Spiel entsprechend seinem Ausgang gewertet werden (ISkO 4.1.7).

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 117

Der Alleinspieler hat bei Spielansage die zum Drücken vorgesehenen zwei Karten zwar schon deutlich erkennbar von den übrigen zehn Handkarten getrennt, aber noch nicht auf dem Tisch liegen.  Die Gegenspieler reklamieren das Spiel als verloren.

 Urteil:

Der Alleinspieler hat sein Spiel gewonnen.

Die beiden zum Drücken vorgesehenen Karten waren bei der Spielansage bereits deutlich von den übrigen zehn Handkarten abgesondert. Werden sie anschließend auch gedrückt, so ist diese Handlungsweise gestattet, auch wenn die zwei Karten zum Zeitpunkt der Spielansage noch nicht auf dem Tisch liegen

 Das Skat-Gericht: Fall Nr. 118

Der Alleinspieler sagt nach Skataufnahme mit 12 Karten sein Spiel an. Danach drückt er zwei Karten. Die Gegenspieler reklamieren das verspätete Drücken und beanspruchen Spielgewinn.

 Urteil:

Der Alleinspieler hat sein Spiel in der Stufe einfach verloren (nicht Schneider oder Schwarz).

Gemäß ISkO  2.2.2 muss der Vorgang des Drückens zum Zeitpunkt der Spielansage beendet sein muss. Ist dies nicht der Fall, wird gemäß ISkO 3.4.6 das angesagte Spiel als verloren gewertet.

AKTUELL
 


+++ 07.11.2017: Spieltag: 46, Spieler:12 , Mitglieder:12 , Gastspieler: , Tische: 4, Tagestop: 1532 Pkt., Tagesflop: 480 Pkt. +++ marquee>

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